die bei manchen Völkern übliche Beisetzung bestimmter Tierarten teils in besonderen Grabanlagen, weil sie als heilig galten (Tierkult, z. B. Ägypten: Apis-Stiere, Ibisse, Katzen), teils mitbestattet in Menschengräbern (Tieropfer), um dem Toten im Jenseits zu dienen (Pferde bei den Altai-Skythen und Germanen). Die rituelle Bestattung toter Tiere wird weltweit seit etwa 12.000 Jahren praktiziert. Die früheste belegte Tierbestattung (als Beigabe zu der eines Menschen) erfolgte in Ain Mallaha in Israel. Die erste Tierbestattung einer Katze wurde vor 10.000 Jahren von den Zyprern durchgeführt, die Katzen bereits als Haustiere hielten. Ihr Optimum erlebte die Tierbestattung im antiken Ägypten. Seinerzeit wurden zahlreiche Tiere, die als heilig galten, aufwändig einbalsamiert und rituell bestattet.