Als Tierkörperbeseitigungsanstalten wurden nach dem bis 2005 geltenden Tierkörperbeseitigungsgesetz die Anlagen zur Tierkörperverwertung bezeichnet, in denen Tierkörper, Tierkörperteile (Schlachtabfälle) und andere Erzeugnisse, deren unschädliche Beseitigung geboten war, beseitigt wurden. Bis zum Aufkommen der BSE wurden die Tierkörper vornehmlich zu Tiermehl verarbeitet, das als Tierfutter verwendet wurde. Seitdem wird das Tiermehl in der Regel verbrannt. Nach Ablösung des Tierkörperbeseitigungsgesetzes durch das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz von 2004 wurde der Begriff Tierkörperbeseitigungsanstalt zwar durch die Begriffe Verarbeitungsbetrieb, Verbrennungsanlage oder Mitverbrennungsanlage ersetzt. Gleichwohl bedienen sich die vorhandenen Betriebe in der Namensgebung weiterhin der alteingeführten Bezeichnung.